WARUM NICHT DEN RADWEG AUF DEM NEUEN ROSENBAUMPLATZ?

Ahlen  at In der Fraktionssitzung der Freien Wählergemeinschaft Ahlen stand das Thema städtische Finanzen im Vordergrund. Ein neues Stadthaus, in dem die Mitarbeiter gut und sicher arbeiten können, werde von der FWG aber nicht in Frage gestellt. Auch eine Klimatisierung des Gebäudes mit Kühlsegeln könne mitgetragen werden, heißt es in einer Pressemitteilung. 

Die FWG hält jedoch ein Kellergeschoss bei schwieriger und teurer Wasserhaltung für ersetzbar. Räume für Archive sollten eh besser nicht in Kellern angeordnet werden. Andere geeignete Standorte seien in Ahlen dafür reichlich vorhanden. „Der Rathausneubau darf, auch wenn die in der nächsten Sitzung genannten Kosten sich in Richtung 25 Millionen Euro bewegen, nicht erneut grundsätzlich diskutiert werden“, so Vorsitzender Heinrich Artmann. Ein Bürgerforum in der von den anderen beschlossenen Größenordnung sei für die FWG völlig unrealistisch; eine zusätzliche Halle für Mülltonnen am Baubetriebshof verzichtbar. 

Unverständlich oder vorschnell seien auch die Planungen für eine Oberstufe der zweiten städtischen Gesamtschule. Nur dadurch, dass die Realschule über eine Sekundarschule zur Gesamtschule gemacht wurde, sei die Anzahl der Schüler für eine eigene Oberstufe wohl nicht vorhanden. Artmann: „Früher gingen viele zum Abitur qualifizierte Schüler zum Städtischen Gymnasium, das diese für eine funktionierende Oberstufe mit ausreichenden Wahlmöglichkeiten auch dringend benötigt.“ 

Kooperation zwischen den Schulen sollten an erster Stelle untersucht werden. Oberstufenschüler seien auch durchaus in der Lage, an unterschiedlichen Standorten zu lernen. 

Die Planungen für den Dr.- Paul-Rosenbaum-Platz für ca. 4,7 Millionen Euro, die eine Kirmes, eine Ahlener Woche oder Zirkusauftritte schwierig, wenn nicht gar unmöglich machen, „erschrecken“ die FWGler, wie es weiter heißt. 

Völlig unverständlich sei jedoch, dass sich die Planer der Rottmannstraße nicht mit denen des Platzes austauschen. Es könne doch nicht sein, dass wegen fehlender Straßenbreite die Rottmannstraße zur Einbahnstraße werden soll, während ohne Probleme ein gefahrloser moderner Radweg auf dem Dr. Rosenbaumplatz gebaut werden könnte, sodass die Zufahrten zur Moschee und den Supermärkten gewährleistet bleiben könnten. Artmann: „Schilda ist wohl nicht weit von Ahlen entfernt.“